Internationales Agrarmanagement: Warum Triesdorf weltweit Studierende anzieht

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Wie ist es, als internationale Studentin in Deutschland Fuß zu fassen? Polina aus Russland erklärt, warum sie an der Hochschule Triesdorf Agrarmanagement studiert, welche Herausforderungen sie erlebt hat – und warum direkte Kommunikation und Pünktlichkeit gar nicht so schlimm sind.


Dieser Beitrag wurde von Schülerinnen der FOS / BOS Triesdorf im Rahmen eines einjährigen Projekts zum Thema Medienkompetenz gemeinsam mit Redakteur:innen von Rabbit Radio recherchiert und produziert. Er ist Teil einer ganzen von Schüler:innen gestalteten Sendung

Polina:

Здравствуйте, меня зовут Полина Борищенко. Я родом из России, а точнее из города Ростов-на-Дону. И я живу в Германии с 2022 года.

Manch einer hat vielleicht schon anhand der Sprache erkannt, woher unsere Interviewpartnerin kommt, jetzt nochmal so, dass sie alle verstehen.

Polina:

Hallo, mein Name ist Polina Boryschenko. Ich komme aus Russland, genauer gesagt aus der Stadt Rostov-on-Don. Und ich bin in Deutschland seit 2022.

Es sind aktuell mehr als 400 internationale Studierende in Triesdorf. In den letzten Jahren und auch noch aktuell werden neue Studiengänge eingeführt, die besonders für internationale Studierende sehr interessant sind und auf großes Interesse stoßen.

Laut der Hochschulleitung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, ist leicht herauszufinden, dass es für internationale Studierende zwei Hauptfakultäten gibt: die Fakultät für Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung sowie die Fakultät für Umweltingenieurwesen. Und Polina studiert an der Hochschule internationales Agrarmanagement im Master. Die Entscheidung, genau hier zu studieren, hatte etwas mit ihrem Grundstudium zu tun.

Polina:

Ich habe zu Hause meinen Bachelor im Bereich Technologie, Verarbeitung und Lagerung von landwirtschaftlichen Produkten abgeschlossen und danach habe ich ein Jahr Weiterbildung gemacht. Das war schon in Deutschland.

Danach entschied ich mich, mein Studium im Bereich internationalen Agrarmanagement fortzusetzen, um meine Kenntnisse auf internationaler Ebene zu erweitern und mich auf globalen Märkten zu orientieren.

Den Studienplatz in Triesdorf hat sich die Studentin nicht zufällig ausgesucht.

Polina:

Weil dieses Studium mir gute Perspektiven für eine Karriere im internationalen Agrarmanagement bietet. Zudem bietet Triesdorf eine sehr gute Verbindung zwischen Theorie und Praxis, was für mich besonders wichtig ist.

Herausforderungen und Unterstützung im Ausland

Internationale Studierende bei einer Veranstaltung in Triesdorf. Quelle: https://www.hswt.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_HSWT-Internationaler_Abend_2023-Kateryna_Tuzhyk_aca5428c29.jpg
Internationale Studierende bei einer Veranstaltung in Triesdorf.

Alleine ins Ausland? Für viele eine große Hürde. Man ist auf sich gestellt. Polina bekam Unterstützung: Das International Office half bei Visum und Einreise. Dazu erhält sie das Deutschlandstipendium: 300 € monatlich für engagierte Studierende. Dennoch: Sprache, Bildungssystem und Verwaltung bleiben herausfordernd.

Die Hochschule hilft: akademisch mit angepassten Kursen und Arbeiten, sozial mit Willkommensveranstaltungen, finanziell mit Stipendien und Förderinfos.

Polina:

Die Hochschule half mir mit Sprachkursen und Informationen über Verwaltungsabläufe. Auch das Freundschaftsprogramm half mir, mich zu orientieren. Und so konnte ich mich gut in den Lehrplan und die Kultur einfügen.

Zukunftspläne und Wissenstransfer

Durch das internationale Studium stehen Polina viele Türen offen, ob daheim oder auch im Ausland, sie hat die Wahl.

Polina:

Meine zukünftigen Pläne sind noch offen. Aber ich glaube, nach dem Studium werde ich in meine Heimat zurückgehen, um dort mein Wissen anzuwenden.