Vor fünf Jahren: Italien leidet schwer unter den Folgen der Corona-Pandemie: Tausende Tote, ein überlastetes Gesundheitssystem und drastische Einschränkungen des Alltags. Fabio Monne, ein 18-jähriger Schüler aus Genua, berichtet, wie die Krise sein Leben verändert hat – von der Einsamkeit des Lockdowns bis zur Angst um seine Mutter, die im Krankenhaus arbeitet. Ein Beitrag von…
ST: Italien – eines der Länder, das am meisten an den drastischen Folgen des Corona Virus leidet. Stand 20.04.2020 sind ca. 24.000 Personen an dem Virus gestorben und 48.000 wieder genesen.
Die hohen Todesfälle haben viele Ursachen. Zum Beispiel das Alter der Bevölkerung und ein überlastetes Gesundheitssystem. Wegen der hohen Infektionszahlen haben die Italiener schlagartig ihre Lebensweise stark verändern müssen. Davon betroffen ist auch Fabio Monne. Der 18-jährige Schüler kommt aus Genua im Norden Italiens, der von der Krise besonders stark betroffen ist.
Fabio: The schools closed on the 28th of February which means I have not been going out for more than a month.
At the very beginning I was like “Whoa, what is all of this about? Why are they even closing schools?” And then the cases went from 1 to like 400 and it kept growing and growing. So at the very beginning I was feeling like it was an exaggeration but then as I noticed the situation was getting worse, I understood that Corona Virus is not just a simple flu.
ST: Mit Ausnahme von bestimmten Berufsgruppen, ist es gerade nur erlaubt für eine kurze Zeitspanne das Haus zu verlassen. Zum Beispiel für einen Einkauf im Supermarkt oder einen Arztbesuch. Die Regel lautet ganz klar „Zuhause bleiben“.
Fabio: You have, on a daily basis, the police passing down the street and making loud announcements saying not to leave home. My dad works from home and it’s really weird seeing him always at home. Living with your parents is very stressful because every single thing you do, they notice it, so you cannot get away with things. But it is actually good, having some family time.
My mom works at an hospital so she must go to work. I’m really worried. Even though they are making both the patients and the workers wear the gear, I still fear that something might happen. That my mom could get infected and then I could get infected.
ST: Anfangs hat sich Angst und Panik schnell in der Bevölkerung breit gemacht. Videos, die zahlreiche Leichen der Covid-19-Pandemie zeigen, haben ununterbrochen die Medien durchquert. Die steigende Zahl der Erkrankten sind ein enormer Schicksalsschlag für die Bevölkerung, vor allem, weil viele Italiener nur noch wenig sozialen Kontakt zu anderen haben.
Fabio: I am stressed. I am very, very stressed. Not being able to see my friends is kinda having an impact on me. I’m feeling lonely. I’m just missing that physical contact.
Almost everyone feels alone, in a sense.
ST: Dennoch beweisen die Italiener Stärke und sind bereit, Opfer zu bringen. Das Virus kann die Musik nicht stoppen. Die Leute singen und musizieren auf ihren Balkonen. Es wird gekocht, gespielt und gelacht. Auch wenn der Tod allgegenwärtig ist, ist es den Italienern dennoch wichtiger, ihr Leben zu leben. Für die Zeit nach der Krise hat Fabio einen ganz bestimmten Wunsch:
Fabio: I want people to be more aware of hygiene. If they notice through a pandemic that being clean is good then that’s a really good achievement. So yeah, I look forward to hanging out with my friends but especially people being aware of having good hygiene.