Einigkeit am Campus

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Was macht einen Studienort eigentlich besonders? Unsere Reporterinnen haben nachgefragt: Studierende erzählen, warum sie sich für Ansbach entschieden haben und was Einigkeit am Campus für sie bedeutet.

Zwischen Altstadtflair, Mensa-Partys und kreativen Projekten verbindet an der Hochschule Ansbach viele Studierende mehr als nur das Studium. Eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt, dass es viele verschiedene Gründe gibt, warum sich junge Menschen für einen Studienort entscheiden.

Wichtig sind vor allem eine gute Ausstattung der Hochschule, Nähe zur Heimat und bezahlbarer Wohnraum. Viele Studierende an unserer Hochschule mögen die Ansbacher Altstadt und das familiäre Miteinander.

Was denken die Studenten?

Studierende 1:
„Also ich bin tatsächlich nicht so der Großstadtmensch. Und Ansbach ist ja eher klein und trotzdem hat es aber so ein bisschen eine Altstadt und das mag ich echt gerne“

Studierender 2:
„Weiter ist natürlich die Innenstadt einfach optisch sehr schön, auch wenn da jetzt nicht so viel los ist immer. Aber wenn man sich hier ein bisschen eingelebt hat, dann weiß man auch, wo die süßen Cafés und Bars sind und so was.“

Was viele Studierende verbindet, ist das besondere Gefühl, hier gut aufgehoben zu sein und gesehen zu werden.
Anders als an großen Universitäten, wo man oft anonym bleibt, kennen sich in Ansbach Studierende und Dozierende beim Namen.

Studierender 1:
„Also ich studiere RJO und der Studiengang ist recht einzigartig und deswegen war Ansbach so die Wahl für mich. Ich habe zuvor in Nürnberg studiert und pendle jetzt. […] Also an der Hochschule gefällt mir vor allen Dingen die Professoren. Im Vergleich zu Nürnberg sind die viel herzlicher und persönlicher.

Fünf Studenten unterhalten sich angeregt miteinander.
Das starke Gemeinschaftsgefühl der Studierende macht den Studienort für viele besonders.
Bild von StockSnap von Pixabay

Miteinander beginnt nach der Vorlesung

Auch durch verschiedene Events der Hochschule, wie z.B. der Mensa-Party oder der Campus-Bar, die regelmäßig organisiert werden, entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. 

Studierender 3: 
„Ja, das finde ich sehr schön, dass hier so Events geschaffen werden, wo man irgendwie connecten kann. […] Das hab ich jetzt zum Beispiel in Nürnberg gar nicht erlebt in meinem einen Semester.“

Soziale Kontakte entstehen also nicht nur im Hörsaal, sondern auch in der Freizeit. Eine Studie des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2021 legt nahe, dass ein gutes Netzwerk und das Gefühl dazuzugehören entscheidend dafür sind, wie wohl sich Studierende im Studium fühlen.

Studierende 4:
„Also bei mir war es tatsächlich so, dass es, also ich bin halt für AWM hierhergezogen. […] Also für mich persönlich ist es die Fachschaft, weil ich selber auch Teil der Fachschaft bin […]  Es gibt viele Leute, die Lust haben, was zu machen und da trifft man die. Und dadurch passiert hier halt Campus-Leben.“

Ein Studium, das persönlicher ist

Fachschaften, Hochschulgruppen, verschiedene AGs und gemeinsame Projekte schaffen Begegnungen.
Tatsächlich gilt die Hochschule Ansbach mit ihrem breiten Medien- und Wirtschaftsprofil als eng vernetzt und praxisnah.
Besonders in den kreativen Studiengängen wie Multimedia und Kommunikation oder Ressortjournalismus spielt gemeinsames Arbeiten eine große Rolle und das schafft Einigkeit.

Studierender 1:
„Also ich glaube, die meiste Verbindung, auch gerade in MUK, kommt entweder über Sachen, die übers Studium hinausgehen, also so in meinem Fall Chor oder Projekte, an die man zusammenarbeitet […].“

Studierende kommen also nicht wegen des Trubels an die Hochschule Ansbach, sondern weil es hier ruhiger, persönlicher und gemeinschaftlicher zugeht.
Eine Studie aus dem Jahr 2024, veröffentlicht im Fachjournal Higher Education (Springer), zeigt: Studierende, die sich sozial eingebunden fühlen, sind zufriedener mit ihrem Studium und brechen seltener ab.


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Hinweis der Redaktion: Die Textfassung orientiert sich am gesendetem Radiobeitrag (siehe Audiofassung). Sie kann im Vergleich zur Audio-Version redaktionelle Kürzungen und Anpassungen zur besseren Lesbarkeit enthalten oder auch längere Passagen aus den Original-Interviewmitschnitten wiedergeben.