ZBN Crew im Tunesday-Talk: Feminismus und kritische Texte

,

Lesezeit:

1–2 Minuten

Die ZBN Crew aus Nürnberg mischt die Deutschrap-Szene auf. Im Talk sprechen sie über toxische Texte von K.I.Z., Bildungsbürger-Prolls und warum Rap noch immer männlich dominiert ist.

Die Nürnberger ZBN Crew (I be, Babs & Jassi) hält im Tunesday Talk von Rabbit Radio Gericht über Deutschrap. Das Ergebnis: Die Szene ist zu männlich, zu toxisch und braucht dringend einen feministischen Neustart.ja

Die DIY-Rapperinnen sprechen offen über den Mangel an FLINTA-Sichtbarkeit und ihren politischen Anspruch, die Lücken im linken Rap zu schließen. Sie feiern zwar die „unglaublich intellektuellen“ Texte von Pöbel MC und sehen sich selbst als „Bildungsbürger Prols“, doch bei anderen Kultklassikern endet der Spaß.

SIDO und die toxische Vergangenheit: Als Hits noch „sehr schlecht“ alterten

Besonders hart trifft es „Aschficksong“ von Sido. Die Crew bewertet den Song als „sehr schlecht gealtert“ und stellt die entscheidende Frage: Kann ein Künstler sexistische Aussagen als bloße „Persona“ abtun, wenn die Botschaft unreflektiert bei Jugendlichen ankommt und patriarchale Rollenbilder reproduziert?

Hier findet ihr die ZBN-Crew

Dieser Talk ist ein Muss für alle, die wissen wollen, wie eine neue Generation von Artists die toxische Vergangenheit des Genres aufarbeitet und mit knallharter Lyrik und ihrer Live-Performance „8. März“ ein kraftvolles, feministisches Statement setzt.

Hinweis der Redaktion: Die Textfassung orientiert sich am gesendetem Radiobeitrag (siehe Audiofassung). Sie kann im Vergleich zur Audio-Version redaktionelle Kürzungen und Anpassungen zur besseren Lesbarkeit enthalten oder auch längere Passagen aus den Original-Interviewmitschnitten wiedergeben.