Rabbit Radio School: „In der Schule muss man sonst nie so abliefern“

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2–3 Minuten

Dieser Beitrag wurde von Schülern des Dürer-Gymnasiusm in Nürnberg im Rahmen eines einjährigen Projekts zum Thema Medienkompetenz gemeinsam mit Redakteur:innen von Rabbit Radio recherchiert und produziert. Er ist Teil einer ganzen von Schülern gestalteten Sendung.

Vom P-Seminar ins Radio-Studio: Tim, Marvin und Samuel blicken zurück auf ein Jahr Radioprojekt mit Rabbit Radio am Dürer-Gymnasium. Warum Radio-Deadlines etwas ganz anderes als PowerPoint-Präsentationen sind, wie man Themenwechsel meistert und was passiert, wenn man als Schüler plötzlich bei der Polizei anruft.

Lese-Fassung: Die Redaktion hat das Gespräch für den Blog zusammengefasst. Das volle Interview gibt es oben im Audio-Player.


Tim: Samuel, wir arbeiten jetzt seit einem Jahr an dieser Sendung. Was genau steckt hinter diesem riesigen Schulprojekt?

Samuel: Das Ganze ist ein P-Seminar (Projekt-Seminar) zur Sammlung von Berufserfahrung. Während andere Gruppen Stadtführungen planen oder Theaterstücke proben, ist unser Ziel eine eigene Radiosendung. Dafür haben wir eng mit der Hochschule Ansbach zusammengearbeitet, viel mit KI experimentiert und stehen jetzt tatsächlich hier im Studio.

Marvin: Was sind deine persönlichen Eindrücke? Was hat gut geklappt – und was eher nicht?

Samuel: Anfangs war die Zusammenarbeit schwierig, da wir eine bunte Mischung aus vielen Klassen sind. Aber die schiere Größe des Projekts und die Tatsache, dass wir öffentlich ausstrahlen, hat mich motiviert. Die Message war klar: Ich muss abliefern.

Marvin: Es gab viele Hürden. Ich musste zum Beispiel mein Thema komplett wechseln, weil ich keine Rückmeldungen auf meine Interviewanfragen bekommen habe. Das war ziemlich nervig.


„Hier herrscht eine Professionalität, die man nicht mit einer PowerPoint in der Schule vergleichen kann. Das eigene Handeln wirkt sich aktiv auf die Sendung aus.“Samuel Rybin über Eigenverantwortung


Von der Recherche bis zum Schnitt

Tim: Wie habt ihr die vielen Aufgaben eigentlich aufgeteilt?

Samuel: Wir haben uns nach Stärken und Wünschen aufgeteilt. Ich war in der Recherche aktiv, aber es gab Rollen für alles: Skripte schreiben, moderieren, einsprechen oder schneiden. Die meisten haben fast alle Rollen einmal übernommen, um ihren eigenen Beitrag von Anfang bis Ende alleine umzusetzen.

Tim: Marvin und ich haben die Moderation übernommen und die Reihenfolge der Sendung festgelegt. Was nimmst du persönlich aus diesem Jahr mit?

Samuel: Man lernt vieles, was man in der Schule sonst nicht macht: Deadlines einhalten und echte Eigenverantwortung tragen. Auch wenn ich wahrscheinlich kein Journalist werde, bereue ich es nicht. Diese Erfahrungen werde ich später sicher wieder brauchen.


Journalistische Feuerprobe: Polizei und KI

Tim: Gab es Momente, die dich besonders beeindruckt haben?

Samuel: Ja, als sich in einer der ersten Stunden jemand getraut hat, direkt bei der Polizeipressestelle anzurufen, um nach einer Information zu fragen, die online nicht stand. Er hat sofort eine Antwort bekommen – das hat mich geflasht!

Wir mussten lernen, die Seriosität von Quellen zu prüfen und Informationen zu filtern. Wir haben die Grenzen von KI kennengelernt – sie ist super für die Datenverarbeitung, aber man muss bei Falschinformationen extrem aufpassen.

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